[ § 22 ] — Elektro-Wissen · Thema

Installationsschaltungen: Aus-, Serien-, Wechsel- und Kreuzschaltung.

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Ob eine Lampe von einer, zwei oder fünf Stellen geschaltet wird, entscheidet die Schaltung. Diese fünf Grundschaltungen gehören zum Basiswissen jeder Elektroinstallation und sind Teil der Lehrabschlussprüfung.

Abschnitt 01

Sicherheitshinweis: Ausschalten ist nicht Freischalten

Ein ausgeschalteter Lichtschalter trennt die Anlage nicht sicher vom Netz. Fehlverdrahtung, geschalteter Neutralleiter, andere Stromkreise in derselben Dose oder ein fremder Außenleiter können weiterhin Spannung führen.

Arbeiten an elektrischen Anlagen dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen. Sie gehen nach den Regeln der EN 50110 (in Österreich als ÖVE/ÖNORM EN 50110) vor; dazu gehört insbesondere, die Spannungsfreiheit mit einem geeigneten zweipoligen Spannungsprüfer allpolig festzustellen. Dieser Artikel erklärt Schaltungen als Lerninhalt und ist keine Arbeitsanleitung.

Abschnitt 02

Ausschaltung

Ein einpoliger Schalter unterbricht den Außenleiter zu einer Leuchte. Geschaltet wird immer der Außenleiter, nie der Neutralleiter — bei korrekter Verdrahtung führt die Fassung im ausgeschalteten Zustand dann keinen Außenleiter. Sicher spannungsfrei ist sie dadurch trotzdem nicht.

Abschnitt 03

Serienschaltung

Ein Serienschalter hat zwei Wippen und schaltet zwei Leuchten oder Leuchtengruppen getrennt von einer Stelle aus, etwa Deckenlicht und Spiegelleuchte. Zum Schalter führen ein Außenleiter und zwei geschaltete Leiter.

Abschnitt 04

Wechselschaltung

Zwei Wechselschalter schalten eine Leuchte von zwei Stellen, typisch in Gängen oder Stiegen. Zwischen den Schaltern liegen zwei „korrespondierende“ Leiter; jede Betätigung ändert den Zustand unabhängig von der Stellung des anderen Schalters.

Abschnitt 05

Kreuzschaltung

Für drei und mehr Schaltstellen werden zwischen die beiden Wechselschalter ein oder mehrere Kreuzschalter eingesetzt. Ein Kreuzschalter vertauscht die beiden korrespondierenden Leiter.

Abschnitt 06

Stromstoßschaltung

Bei vielen Schaltstellen ist die Stromstoßschaltung übersichtlicher: Taster geben einen kurzen Impuls an einen Stromstoßschalter im Verteiler, der bei jedem Impuls umschaltet. Die Taster können beliebig parallel ergänzt werden. In der Gebäudeautomation (z. B. KNX) übernimmt ein Schaltaktor diese Aufgabe.

Abschnitt 07

Häufige Fehler

Abschnitt 08

Fazit

Eine Stelle: Ausschaltung. Zwei Leuchten von einer Stelle: Serienschaltung. Zwei Stellen: Wechselschaltung. Drei und mehr: Kreuzschaltung oder Stromstoßschaltung.

[ § F ] — FAQ

Häufige Fragen.

Häufige Fragen zum Thema Installationsschaltungen: Aus-, Serien-, Wechsel- und Kreuzschaltung.

  • Die Wechselschaltung schaltet von zwei Stellen, die Kreuzschaltung ergänzt sie um weitere Stellen, indem Kreuzschalter zwischen die zwei Wechselschalter gesetzt werden.