Hausanschluss
Der Hausanschluss verbindet das Verteilernetz mit der Kundenanlage. Er endet meist an der Hausanschlusssicherung bzw. dem Hausanschlusskasten; bis dorthin ist der Netzbetreiber zuständig, danach beginnt die Kundenanlage.
Zählerplatz und Vorzählerbereich
Der Zähler misst die bezogene (und bei PV-Anlagen auch die eingespeiste) Energie. Der Bereich vor dem Zähler ist plombiert und darf nur in Abstimmung mit dem Netzbetreiber geöffnet werden.
Aufbau, Platzbedarf und Ausführung des Zählerplatzes legen die Technischen Anschlussbedingungen (TAEV) zusammen mit den Vorgaben des jeweiligen Netzbetreibers fest — in Wien jene der Wiener Netze.
Stromkreisverteiler
Im Verteiler werden die Stromkreise aufgeteilt und geschützt. Typisch sind Hauptschalter, FI/RCD, LS-Schalter je Stromkreis, eventuell Überspannungsschutz und Reiheneinbaugeräte wie Schütze oder Stromstoßschalter.
Eine sinnvolle Aufteilung — mehrere Stromkreise, getrennte Kreise für große Verbraucher, mehrere FI/RCD — verhindert, dass ein einzelner Fehler die ganze Wohnung abschaltet.
Haupterdungsschiene und Potenzialausgleich
Nahe am Hausanschluss liegt die Haupterdungsschiene. Dort werden Erder, Schutzleiter und Schutzpotenzialausgleich (z. B. Wasser- und Gasleitungen aus Metall) zusammengeführt.
Stromkreisliste und Beschriftung
Jeder Schutzschalter sollte eindeutig beschriftet sein. Eine aktuelle Stromkreisliste erleichtert Fehlersuche, Erweiterungen und Prüfungen erheblich.
Fazit
Netz → Hausanschluss → Zähler → Verteiler → Stromkreis. Bis zum Hausanschluss ist der Netzbetreiber zuständig, die Ausführung des Zählerplatzes regeln TAEV und Netzbetreiber, die Kundenanlage OVE E 8101.