Grundidee
Liegen alle berührbaren leitfähigen Teile auf demselben Potenzial, kann zwischen ihnen keine gefährliche Berührungsspannung entstehen — selbst wenn ihr Potenzial gegenüber der fernen Erde angehoben ist. Ein Vogel auf der Hochspannungsleitung zeigt das Prinzip.
Schutzpotenzialausgleich über die Haupterdungsschiene
Am Gebäudeeintritt werden fremde leitfähige Teile mit der Haupterdungsschiene verbunden, etwa metallene Wasser-, Gas- und Heizungsrohre, Gebäudekonstruktionsteile und der Erder. Damit kann eine Spannung, die über solche Teile ins Gebäude verschleppt wird, keine Potenzialdifferenz gegenüber den Schutzleitern erzeugen.
Zusätzlicher Schutzpotenzialausgleich
In Bereichen mit erhöhter Gefährdung kann ein örtlicher zusätzlicher Potenzialausgleich erforderlich sein. Ob und wo, regeln die entsprechenden Teile von OVE E 8101 für besondere Räume und Anlagen.
Unterschied zu Erdung und Schutzleiter
Der Schutzleiter verbindet Körper elektrischer Betriebsmittel mit dem Erdungssystem, damit im Fehlerfall ein Fehlerstrom fließt und die Schutzeinrichtung abschaltet. Der Erder stellt die Verbindung zum Erdreich her. Der Potenzialausgleich gleicht dagegen Spannungen zwischen Teilen aus — alle drei wirken zusammen.
Fazit
Potenzialausgleich macht Spannungsunterschiede klein, Schutzleiter und Schutzorgan sorgen für die Abschaltung, der Erder für den Bezug zur Erde.