Leistung und Ertrag
Die Modulleistung wird in Watt-Peak (Wp) unter Standard-Testbedingungen (1000 W/m², 25 °C Zelltemperatur) angegeben. Der Jahresertrag hängt von Einstrahlung, Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Systemverlusten (Performance Ratio) ab.
Für eine erste Abschätzung: E [kWh] ≈ P_peak [kWp] · H [kWh/m²] / 1 kW/m² · PR. Die Division durch die Referenz-Einstrahlung 1 kW/m² (STC) macht aus der Einstrahlungssumme „Volllaststunden“ — ohne sie wären die Einheiten nicht verträglich. Genaue Werte liefern Simulationsprogramme mit Standortdaten.
Beispiel: 8 kWp, Jahreseinstrahlung in Modulebene H = 1 200 kWh/m², PR = 0,80 → E ≈ 8 kWp · 1 200 h · 0,80 ≈ 7 680 kWh. Der spezifische Ertrag ist dann 7 680 kWh / 8 kWp = 960 kWh/kWp. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel, kein Standortwert.
Einheiten auseinanderhalten: kW ist eine Leistung, kWp die Nennleistung unter STC, kWh eine Energiemenge, kWh/m² eine Einstrahlungssumme, kWh/kWp der spezifische Ertrag; die Performance Ratio PR ist dimensionslos.
Temperatur und Stringspannung
Mit sinkender Temperatur steigt die Modulspannung. Die Leerlaufspannung des Strings bei der tiefsten erwarteten Temperatur darf die maximale Eingangsspannung von Wechselrichter und Modul nicht überschreiten.
Bei Hitze sinkt die Spannung; die MPP-Spannung muss dann noch im Arbeitsbereich des Wechselrichters liegen. Grundlage sind die Temperaturkoeffizienten aus dem Moduldatenblatt.
Eigenverbrauch und Autarkie
Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des PV-Stroms selbst genutzt wird. Der Autarkiegrad gibt an, welcher Anteil des eigenen Verbrauchs durch PV gedeckt wird. Beide Werte werden oft verwechselt.
Da selbst genutzter Strom meist mehr wert ist als die Einspeisevergütung, beeinflusst der Eigenverbrauch die Wirtschaftlichkeit stark.
Wechselrichter und FI/RCD-Typ
Eine pauschale Aussage „jeder trafolose Wechselrichter braucht einen RCD Typ B“ ist so nicht richtig. Viele Wechselrichter haben eine integrierte Fehlerstrom-Überwachung und der Hersteller erklärt in seiner Dokumentation, ob ein RCD Typ A ausreicht oder ob Typ B nötig ist.
Maßgeblich sind die Herstellerangaben des konkreten Geräts, die Ausführung der Anlage, OVE E 8101 in der geltenden Fassung und die Vorgaben des Netzbetreibers. Die Auswahl trifft die errichtende Elektrofachkraft.