Was ist ein Stromkreis?
Ein Stromkreis umfasst die Leitung ab einem LS-Schalter oder einer Sicherung mit allen daran angeschlossenen Steckdosen, Leuchten und Geräten. Löst das Schutzorgan aus, ist genau dieser Kreis abgeschaltet.
Warum mehrere Stromkreise?
Mehrere Kreise verteilen die Last, verhindern Überlast einzelner Leitungen und sorgen dafür, dass bei einem Fehler nicht die ganze Wohnung dunkel ist. Licht und Steckdosen getrennt zu führen ist sinnvoll, damit bei einem Steckdosenfehler das Licht erhalten bleibt.
Eigene Stromkreise für Großverbraucher
Geräte mit hoher Dauerlast — Herd, Backrohr, Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner, Durchlauferhitzer, Wallbox — erhalten üblicherweise eigene Stromkreise. Drehstromverbraucher wie Herd oder Wallbox werden auf drei Außenleiter angeschlossen.
Verteilung auf FI/RCD und Außenleiter
Statt alle Kreise hinter einen einzigen FI/RCD zu legen, verteilt man sie auf mehrere. So summieren sich Ableitströme weniger und ein Fehler schaltet nur einen Teil ab. Einphasige Kreise werden möglichst gleichmäßig auf L1, L2 und L3 verteilt, damit die Außenleiter ähnlich belastet sind.
Gleichzeitigkeit
Nicht alle Verbraucher laufen gleichzeitig. Der Gleichzeitigkeitsfaktor g beschreibt, welcher Anteil der installierten Leistung realistisch zugleich anfällt; er wird bei der Bemessung von Hauptleitung und Hausanschluss berücksichtigt.
Fazit
Licht und Steckdosen trennen, Großverbraucher auf eigene Kreise, mehrere FI/RCD und gleichmäßige Phasenverteilung — das macht eine Installation übersichtlich und ausfallarm. Die konkrete Planung ist Aufgabe der Elektrofachkraft.