LS-Schalter: Schutz der Leitung
Der Leitungsschutzschalter schaltet bei Überlast und Kurzschluss ab und schützt damit die Leitung vor Überhitzung. Kennzeichnung z. B. B16: Charakteristik B, 16 A.
FI/RCD: Schutz bei Fehlerströmen
Der Fehlerstrom-Schutzschalter erkennt Ströme, die über Erde statt über den Neutralleiter zurückfließen. Mit 30 mA Bemessungsfehlerstrom dient er auch als Zusatzschutz für Menschen. Er schützt nicht vor Überlast. FI und RCD bezeichnen dasselbe Gerät.
FI/LS-Schalter (RCBO): beides in einem
Ein FI/LS kombiniert LS- und FI-Funktion für einen einzelnen Stromkreis. Vorteil: Ein Fehler schaltet nur diesen einen Kreis ab, nicht eine ganze Gruppe.
Motorschutzschalter
Er schützt Motoren mit einstellbarem Überlastauslöser, der auf den Motornennstrom eingestellt wird, und hat zusätzlich einen Kurzschlussauslöser. Häufig erkennt er auch Phasenausfall.
Brandschutzschalter (AFDD)
Ein Fehlerlichtbogen-Schutzschalter erkennt typische Muster serieller und paralleler Lichtbögen, etwa an beschädigten Leitungen oder losen Klemmen, die weder LS noch FI zuverlässig erfassen.
Überspannungsschutz (SPD)
SPD schalten nicht ab, sondern leiten kurze Überspannungsimpulse, etwa durch Blitzeinwirkung oder Schalthandlungen, gegen Erde ab. Mehr dazu im Artikel zu SPD Typ 1, 2 und 3.
Fazit
LS schützt die Leitung, FI/RCD den Menschen und vor Fehlerströmen, RCBO kombiniert beides, Motorschutz schützt Motoren, AFDD erkennt Lichtbögen, SPD begrenzt Überspannungen. Welche Geräte nötig sind, richtet sich nach OVE E 8101 und der Anlage.