Leiterwiderstand
Für einen Leiter gilt R = ρ · L / A. Kupfer hat bei 20 °C einen spezifischen Widerstand von rund 0,0172 bis 0,0178 Ω·mm²/m, Aluminium rund 0,028 Ω·mm²/m.
Mit der Temperatur steigt der Widerstand: R(ϑ) = R₂₀ · (1 + α · Δϑ), bei Kupfer mit α ≈ 0,00393 1/K. Eine Leitung bei 70 °C hat rund 20 % mehr Widerstand als bei 20 °C.
Spannungsfall
Bei Wechselstrom fließt der Strom über Hin- und Rückleiter: ΔU = 2 · L · I · cos φ / (κ · A) (vereinfacht ohne Reaktanz). Bei Drehstrom gilt ΔU = √3 · L · I · cos φ / (κ · A).
Welcher Spannungsfall zulässig ist, legen OVE E 8101 bzw. die Anschlussbedingungen und die Planung fest. Die Rechner übernehmen den Grenzwert deshalb als frei wählbare Eingabe und erklären keine allgemeinen Prozentwerte für verbindlich.
Spannungsfall ist nicht Strombelastbarkeit
Ein nach Spannungsfall berechneter Mindestquerschnitt sagt nichts darüber, ob die Leitung den Strom dauerhaft ohne Überhitzung führen kann. Die Strombelastbarkeit hängt von Verlegeart, Häufung und Umgebungstemperatur ab und wird mit den Normtabellen bestimmt.
Ebenso müssen Schutzorgan, Abschaltbedingungen und Kurzschlussfestigkeit geprüft werden — diese Nachweise gehören in die Planung durch Elektrofachkräfte.
Leitungsverluste
Die Verlustleistung einer Leitung ist P_V = I² · R je Leiter. Über ein Jahr summiert, können bei langen Zuleitungen und hoher Last nennenswerte Energiekosten entstehen; ein größerer Querschnitt senkt sie.