Digitalmultimeter
Das Multimeter misst Spannung, Strom und Widerstand, oft auch Durchgang, Kapazität und Frequenz. Spannung wird parallel zum Messobjekt gemessen, Strom in Reihe — der Stromkreis muss dafür aufgetrennt werden.
Für Wechselgrößen mit verzerrter Kurvenform (z. B. hinter Frequenzumrichtern) zeigen nur Geräte mit Echteffektivwertmessung (True RMS) richtige Werte.
Zangenamperemeter
Die Stromzange misst den Strom berührungslos über das Magnetfeld um einen Leiter. Es darf nur ein Leiter umschlossen werden; umschließt man Hin- und Rückleiter, heben sich die Felder auf. Spezielle Leckstromzangen nutzen genau diesen Effekt, um kleine Differenzströme zu finden.
Zweipoliger Spannungsprüfer
Er zeigt an, ob zwischen zwei Punkten Spannung anliegt. Er ist das vorgesehene Gerät, um Spannungsfreiheit festzustellen; ein einpoliger Phasenprüfer ist dafür nicht geeignet.
Installationstester
Kombigeräte messen Isolationswiderstand, Durchgängigkeit des Schutzleiters, Schleifen- und Netzimpedanz, Erdungswiderstand, FI/RCD-Auslösestrom und -zeit sowie Drehfeld. Sie werden für Erst- und wiederkehrende Prüfungen nach OVE E 8101 bzw. für Prüfungen nach Arbeitsmittelvorschriften eingesetzt.
Messkategorien CAT II bis CAT IV
Die Messkategorie gibt an, an welcher Stelle der Installation ein Gerät sicher eingesetzt werden darf. Je näher am Einspeisepunkt, desto höher sind mögliche Überspannungsimpulse.
Messunsicherheit
Jede Messung hat eine Unsicherheit, angegeben als ± % vom Messwert plus Digits. Bei Grenzwertvergleichen muss sie berücksichtigt werden.
Fazit
Spannung parallel, Strom in Reihe oder mit der Zange, Spannungsfreiheit mit dem zweipoligen Prüfer, Anlagenprüfung mit dem Installationstester — und immer ein Gerät mit passender Messkategorie.