[ § 09 ] — Elektro-Wissen · Thema

Netzformen, Erdung und Netzqualität.

4 Abschnitte · 2 Formeln · 2 Rechner

Wie ein Netz geerdet ist, bestimmt, welche Schutzmaßnahmen im Fehlerfall wirken. Die Netzform legt der Netzbetreiber fest; in Österreich ist das TN-C-S-System weit verbreitet.

Abschnitt 01

Die Kennbuchstaben

Der erste Buchstabe beschreibt die Erdung der Stromquelle (T = direkt geerdet, I = isoliert oder hochohmig). Der zweite die Erdung der Körper (N = über einen Leiter mit dem Sternpunkt verbunden, T = eigener Erder). Der Zusatz S/C gibt an, ob N und PE getrennt oder als PEN gemeinsam geführt werden.

Abschnitt 02

TN-, TT- und IT-System

TN-S führt N und PE getrennt, TN-C gemeinsam als PEN, TN-C-S zuerst gemeinsam und ab einem Aufteilungspunkt getrennt. Nach der Aufteilung dürfen N und PE nicht wieder verbunden werden.

Im TT-System haben die Körper einen eigenen Anlagenerder; die Abschaltung erfolgt meist über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen. Im IT-System führt der erste Isolationsfehler nicht zur Abschaltung, sondern wird gemeldet.

Abschnitt 03

Erder

Fundament-, Ring-, Tiefen- oder Staberder stellen die Verbindung zum Erdreich her. Ihr Ausbreitungswiderstand hängt stark vom spezifischen Bodenwiderstand ab, der je nach Bodenart und Feuchte stark schwankt.

Rechenwerte sind daher Näherungen zum Lernen; der tatsächliche Erdungswiderstand wird gemessen.

Abschnitt 04

Oberschwingungen

Netzteile, LED-Treiber und Frequenzumrichter ziehen nichtsinusförmige Ströme. Diese enthalten Vielfache der Netzfrequenz (Oberschwingungen). Die 3. Harmonische addiert sich im Neutralleiter und kann ihn zusätzlich belasten.

Der Oberschwingungsgehalt bzw. THD (Total Harmonic Distortion) fasst den Oberschwingungsanteil in einer Zahl zusammen.

[ § F ] — FAQ

Häufige Fragen.

Häufige Fragen zum Thema Netzformen, Erdung und Netzqualität.

  • Die frühere österreichische Bezeichnung für die Schutzmaßnahme im TN-System, bei der die Körper mit dem geerdeten Neutralleiter bzw. PEN verbunden sind.