Kondensator
Die Kapazität C (Farad, F) gibt an, wie viel Ladung bei einer Spannung gespeichert wird: Q = C · U. Beim Plattenkondensator gilt C = ε₀ · ε_r · A / d.
Parallel geschaltete Kondensatoren addieren sich, in Reihe addieren sich die Kehrwerte — also genau umgekehrt wie bei Widerständen.
Laden und Entladen (RC-Glied)
Über einen Widerstand geladen, steigt die Kondensatorspannung nicht sprunghaft, sondern nach einer e-Funktion: u_C = U · (1 − e^(−t/τ)) mit der Zeitkonstante τ = R · C.
Nach 1 τ sind rund 63 % erreicht, nach etwa 5 τ gilt der Kondensator als voll geladen.
Spule
Die Induktivität L (Henry, H) beschreibt, welche Spannung eine Stromänderung induziert: u = L · Δi / Δt. Die gespeicherte Energie beträgt W = ½ · L · I².
Beim Abschalten einer Spule kann eine hohe Selbstinduktionsspannung entstehen; deshalb werden z. B. Schützspulen mit Freilaufdioden oder RC-Gliedern beschaltet.
Blindwiderstand, Impedanz und Resonanz
Der Kondensator hat den Blindwiderstand X_C = 1 / (2π · f · C), die Spule X_L = 2π · f · L. Zusammen mit dem Wirkwiderstand ergibt sich die Impedanz Z = √(R² + (X_L − X_C)²).
Sind X_L und X_C gleich groß, heben sie sich auf: Resonanz bei f₀ = 1 / (2π · √(L · C)). In der Reihenschaltung wird der Strom dann maximal.